Ladwersch, die zwote

BackofenorgieDer Mensch wächst mit seinen Aufgaben.
Ein Gänsebräter leider nicht.

Nach fünf Stunden mühseliger Rührerei gestern und vergeblichem Warten auf irgendeine nennenswerte Volumenverkleinerung der braunen Köstlichkeit zog ich heute kurzerhand die Notbremse.
Ich erinnerte mich dunkel an Omas Pflaumenmusrituale – zu denen unbedingt ein Backblech gehörte – und beförderte die Hälfte der Masse aus besagtem Gänsebräter kurzerhand aufs besagt Backblech.
Vorteil: die langwierige Rührerei entfällt, alle halbe Stunde mal die karamellisierten Stellen unterheben, und der ganze Zauber ist nach gut zwei Stunden und 150°C erledigt. ;-)

Final verfeinert wurde das Ganze (himmel, die 10% Rohrzucker reichten in der Tat!) zum Schluss mit Zimt und Nelken und pro 3kg Ausgangsmasse einer Tasse Amaretto.

Und aus 6kg feinster Bauernpflaumen werden so gerademal 10 Gläser (350ml) Ladwersch. Streuobstwiesenkonzentrat im Glas!

Autor: Dörte Krell am 14. September 2009 | Themen: hier und jetzt | Keine Kommentare

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