Monatsarchiv für Februar 2011

Du suchst im Moment im Archiv von Käuzchenkuhle.

Respekt!

Vielleicht ist es ja ein, nein!, das Problem meiner Generation, das heisst: das zuhauf in den letzten Monaten zutage tretende endlose Pubertieren der 68er-Nachkommen, egal, ob sie aus dem Westen oder dem Osten sind. Dieses narzisstische Verweigern der Konsequenzen aus dem eigenen Handeln, egal, ob Mittdreissiger Bankeryuppies oder Minister-Praktikanten, das völlige Fehlen von Problemlösungsstrategien, weil man ja Probleme schließlich wegdiskutieren kann – und vor allem eine ans Masslose grenzende Selbstüberschätzung der jetzt im Amt (nicht in Würden) Seienden, die mir vor den Folgen der noch immer frei flottierenden sozialromantischen Gutmenschpädagogik ernsthaft Angst einjagt.

Vielleicht ist es ja auch eine Zeiterscheinung, dass das Darstellen von Inhalten schon lange viel wichtiger ist als der Inhalt selbst.

Und vielleicht stehen das eine und das andere in kausalem Zusammenhang.

Den ganzen Beitrag lesen »

Geschrieben von Dörte Krell am 28. Februar 2011 | Abgelegt unter hier und jetzt | 2 Kommentare

Gorch Gutt

Tja:

…Als erstes Unionsmitglied der Bundesregierung äußerte sich Bildungsministerin Annette Schavan zu den Vorwürfen. Sie warnte vor einem vorschnellen Urteil. “Ich finde, auch Minister haben den Anspruch, nicht vorverurteilt zu werden”, sagte sie der “Rheinischen Post”. Die stellvertretende CDU-Vorsitzende forderte die Öffentlichkeit zur Geduld bei der Überprüfung der Vorwürfe auf…

Quelle: Spiegel online

Der eloquente Herr mit dem Doktortitel in Anführungszeichen sollte konsequent bleiben und sich selbst entlas… ähmm, entschuldigung… vorübergehend suspendieren, bis die Vorwürfe geklärt sind. Natürlich nur zu seinem eigenen Schutz.

Er kann ja hinterher immernoch wieder Minister werden.

Geschrieben von Dörte Krell am 18. Februar 2011 | Abgelegt unter hier und jetzt | Keine Kommentare

Saisonale Kitschbekenntnisse

Ich gebs ja zu: mich hatte es letztes Jahr zu Weihnachten auch gepackt. Nach unserem Umzug auf 1200m² samt irgendwann freigelassenen und munter vor sich hinwuchernden Vorgartenfichte sah ich meine Chance gekommen und schlug noch im Dezember hemmungslos beim Lichterkettenkauf zu.

Ergo ist es nur logisch, dass mich auch schon jetzt, also beizeiten, der Bunte-Eier-Wahn packt. Im letzten Jahr hatte ich dazu lange verschüttetes Wissen wieder ausgebuddelt und mich der zu Kinderzeiten erlernten Reserviertechnik erinnert, vielen sind die Ergebnisse als sorbische Ostereier bekannt.

Ich war dann doch erstaunt, davon nach fast 30 Jahren vieles behalten zu haben:

110202_01

Nun denn, also geht es bereits jetzt ans Eierfarbenhamstern. *g*
Wer übrigens eine Bezugsquelle für die alten DDR-Färbeblättchen kennt (die so schön satt und dunkel gefärbt haben), immer her damit. Die bundesrepublikanische Palette von Tablette bis flüssig hat mich bisher nicht überzeugt…

Geschrieben von Dörte Krell am 2. Februar 2011 | Abgelegt unter gestern und morgen, hier und jetzt | 1 Kommentar