Anstandslos
Ich habe lange überlegt, ob ich zum dem medienrelevanten Thema der letzten Wochen – einem kleingeistigen Bundespräsidenten, der den Kleingeist der Deutschen auf fast obszöne Art und Weise repräsentiert – überhaupt noch etwas schreiben sollte, die Gedanken sortieren und in eine greifbare Form giessen, jedes Mal überkam mich so eine Art bleierne Müdigkeit. Ein Unwillen, überhaupt noch zu denken, der irgendwie unwiderstehliche Drang, mich gähnend und abwinkend in die gleiche Mittelmässigkeit und Wahllosigkeit (in mehrfacher Hinsicht) fallen zu lassen wie die Mehrheit der mich umgebenden Leute in dem, was ich Alltag nenne.
Bis mir heute – beim Lesen von Michael Sprengs Blog – auffiel, dass ich das so schonmal erlebt hatte. Das ist jetzt reichliche 23 Jahre her, die politischen Feindbilder waren manifest, die Meinungsschizophrenie beim Volk ebenso – und was danach kam, war das würdelose Sterben der nackt und alt und faltig an der Herz-Lungen-Maschine hängenden DDR. Den ganzen Beitrag lesen »