Goldmarie

Das Netz längst gewoben
sprang ich
dem längst gesponn´nen Faden nach
hinab
in die Schwärze.

Fand mich jung
mit glühenden Apfelwangen
fand mich Frau
mit duftendem Leib
fand mich alt.

Und wie ein Knall
zerbarst endlich schwarzer Zorn
an der Liebe
und schwebte sanftweiß herab
wie Flaum aus Sternenlicht.

Im Gold stehe ich
im Tor stehe ich
und finde
den Faden, längst gesponnen
und längst gewoben das Netz.

Autor: Dörte Krell am 26. August 2009 | Themen: oben und unten | 2 Kommentare

2 Kommentare zu “Goldmarie”

  1. Eifelfrauam 11. November 2009 um 20:30 Link zum Kommentar

    Meine Güte!
    Was ein tolles Gedicht!

  2. Gawenam 21. Juli 2010 um 22:36 Link zum Kommentar

    Gruss aus dem Wurd von einem alten Faden… ;-)

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