Archiv für die Kategorie 'gestern und morgen'

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Finanzkreisläufe…

Es ist ein trüber Tag in einer kleinen irischen Stadt. Es regnet und alle Straßen sind wie leergefegt. Die Zeiten sind schlecht, jeder hat Schulden und alle leben von Krediten.

An diesem Tag fährt ein reicher deutscher Tourist durch die Stadt, hält bei einem kleinen Hotel und legt einen 100-Euro-Schein auf den Tresen an der Rezeption. Den ganzen Beitrag lesen »

Geschrieben von Dörte Krell am 20. August 2011 | Abgelegt unter gestern und morgen, hier und jetzt | 3 Kommentare

Saisonale Kitschbekenntnisse

Ich gebs ja zu: mich hatte es letztes Jahr zu Weihnachten auch gepackt. Nach unserem Umzug auf 1200m² samt irgendwann freigelassenen und munter vor sich hinwuchernden Vorgartenfichte sah ich meine Chance gekommen und schlug noch im Dezember hemmungslos beim Lichterkettenkauf zu.

Ergo ist es nur logisch, dass mich auch schon jetzt, also beizeiten, der Bunte-Eier-Wahn packt. Im letzten Jahr hatte ich dazu lange verschüttetes Wissen wieder ausgebuddelt und mich der zu Kinderzeiten erlernten Reserviertechnik erinnert, vielen sind die Ergebnisse als sorbische Ostereier bekannt.

Ich war dann doch erstaunt, davon nach fast 30 Jahren vieles behalten zu haben:

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Nun denn, also geht es bereits jetzt ans Eierfarbenhamstern. *g*
Wer übrigens eine Bezugsquelle für die alten DDR-Färbeblättchen kennt (die so schön satt und dunkel gefärbt haben), immer her damit. Die bundesrepublikanische Palette von Tablette bis flüssig hat mich bisher nicht überzeugt…

Geschrieben von Dörte Krell am 2. Februar 2011 | Abgelegt unter gestern und morgen, hier und jetzt | 1 Kommentar

Nation der Schnarchnasen?

Gestern nacht war mir so… wehmütiger Georg-Schramm-Fan, der ich bin, konnte ich nicht anders als mir die letzten beiden Folgen “Neues aus der Anstalt” aus diesem Jahr ansehen, wehmütig, weil ein Lichtblick in der deutschen Satireszene das wirklich freie Wort auf der Kleinkunstbühne dem offensichtlich nicht so ganz freien Wort im öffentlich-rechtlichen Fernsehen vorzieht… oder vorziehen muss. Wer weiss das schon so genau – vermutlich die neue stromliniengebürstete ZDF-Intendantur.

Und ich wurde daran erinnert, dass noch vor drei, vier Monaten ein Sturm der Entrüstung durch den deutschen Blätterwald rauschte. Erinnert sich noch jemand?
Einzelheiten zu den kleinen und grossen Grausamkeiten des “Sparpakets” wurden veröffentlicht, (geheuchelte) Entrüstung allerorten, so etwas wie ein Geist des Aufbruchs und Willen zur Auflehnung ließ sich – mit gutem Willen – in Deutschland wahrnehmen.

Doch dann kam alles so, wie Anstalts-Patientensprecher Lothar Dombrowski es prophezeit hat, und schlimmer: Den ganzen Beitrag lesen »

Geschrieben von Dörte Krell am 6. September 2010 | Abgelegt unter gestern und morgen, hier und jetzt | 1 Kommentar

weiche Grenzen

Wenn ich hungrig bin, schaltet mein Hirn automatisch in den abgesicherten Zustand und lädt lediglich die Grundfunktionen. Dinge wie Höflichkeit, soziales Denken und solche Sachen sind da nicht enthalten. Passiert schonmal, ich entschuldige mich ja auch dafür…

Einigen Leuten scheint es ähnlich zu gehen, wenn es um das Thema Geld geht.
Da wird doch ernsthaft darüber nachgedacht, geklaute Daten einer Schweizer Bank anzukaufen und dem Dieb mit zweieinhalb Millionen das restliche Leben zu versüssen.
Was mich am meisten erschüttert, ist der Fakt, dass offenbar die politische Linke in Deutschland überhaupt keine Probleme damit hat und zum legalisierten Datenklau auffordert – der Zweck heilige schließlich die Mittel.

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Geschrieben von Dörte Krell am 1. Februar 2010 | Abgelegt unter gestern und morgen | Keine Kommentare

In der Stunde x…

…befallen einen schonmal komische Gedanken. Vor allem, wenn man lapidar in den Nachrichten darüber informiert wurde, dass die Sommerzeit ursprünglich mal eine Einrichtung zum Energiesparen war.
Was mich angeht, empfinde ich das allerhöchstens noch als Sparen der Energie von anderen. Irgendjemandem muss schließlich mein chronisch fehlender Nachtschlaf im Sommer nützen… bitte melden. Ich hätte da gerne etwas davon zurück.

Daher mein Vorschlag, um das wieder ein wenig auszugleichen:
die Uhren werden jede Nacht eine Stunde zurückgestellt.
Und – um noch mehr Energie zu sparen – werden die Uhren jeden Tag wieder eine Stunde vorgestellt, idealerweise eine Stunde vor Feierabend.

Das wäre doch was…

Geschrieben von Dörte Krell am 25. Oktober 2009 | Abgelegt unter gestern und morgen | Keine Kommentare

gehört

Religion ist nicht Opium für die Massen, Religion ist ein Placebo für die Massen.

(Dr. House)

Geschrieben von Dörte Krell am 13. Oktober 2009 | Abgelegt unter gestern und morgen | 1 Kommentar

gehört

In der Politik ist es wie in einem Konzert: ungeübte Ohren halten schon das Stimmen der Instrumente für Musik.

Amintore Fanfani (1908-1999, ital. Ministerpräsident)

Geschrieben von Dörte Krell am 28. September 2009 | Abgelegt unter gestern und morgen | Keine Kommentare

Antrag zur Geschäftsordnung

Anders als mit einem Würfelspiel ist eins der üblichen Ergebnisse nach einer der üblichen Wahlen nicht zu erklären. In den seltensten Fällen hat das Ergebnis etwas mit dem Wählerwillen zu tun, die Listenreihenfolge der Parteien schonmal gar nicht und von den lobbygemachten Gesetzesentwürfen hinterher ganz zu schweigen.

Ich stelle mir gerade vor: das Konstrukt der Koalition gehört der Vergangenheit an. Mehrheiten im Parlament finden sich anhand der Inhalte und wechseln. Die Ministerien werden nach Proporz besetzt, der Bundeskanzler/ die Bundeskanzlerin werden direkt gewählt. Der Fraktionszwang ist aufgehoben.

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Geschrieben von Dörte Krell am 25. September 2009 | Abgelegt unter gestern und morgen | 1 Kommentar

Zuständigkeiten

…anno 1767 im Spätsommer, mitten in der Erntezeit, weit nach Sonnenuntergang, in einem kleinen mittelhessischen Dorf, dessen eng geschachtelte Gehöfte zwischen Bachtal und Hügel geklemmt sind: durch das Dorf schallt die Feuerglocke.

Jeder Bauer, Nagelschmied und Besenmacher lässt liegen, was er gerade noch in der Hand hatte, greift sich Eimer, Schaufel, rutscht in die Pantinen und hastet im Laufschritt die Dorfstrasse zum Sammelpunkt. Ein Feuer ist Sache aller, zu schnell lecken hungrige Flammen auch am eigenen Hof. Man hat am brennenden Hof mitgebaut, vielleicht den Brunnen ausgeschachtet, vielleicht ist es auch der Hof des Vetters, der brennt – egal – es geht jeden an, und es ist dringend.

Romantisches Verklären einer Gebrüder-Grimm-Szene? Mitnichten. Genau das habe ich heute erlebt.
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Geschrieben von Dörte Krell am 2. September 2009 | Abgelegt unter gestern und morgen, hier und jetzt | Keine Kommentare

Lammas-Feuer

lammas

…dieses Jahr am Rhein.

Geschrieben von Dörte Krell am 27. August 2009 | Abgelegt unter gestern und morgen, hier und jetzt | Keine Kommentare