Respekt!
Vielleicht ist es ja ein, nein!, das Problem meiner Generation, das heisst: das zuhauf in den letzten Monaten zutage tretende endlose Pubertieren der 68er-Nachkommen, egal, ob sie aus dem Westen oder dem Osten sind. Dieses narzisstische Verweigern der Konsequenzen aus dem eigenen Handeln, egal, ob Mittdreissiger Bankeryuppies oder Minister-Praktikanten, das völlige Fehlen von Problemlösungsstrategien, weil man ja Probleme schließlich wegdiskutieren kann – und vor allem eine ans Masslose grenzende Selbstüberschätzung der jetzt im Amt (nicht in Würden) Seienden, die mir vor den Folgen der noch immer frei flottierenden sozialromantischen Gutmenschpädagogik ernsthaft Angst einjagt.
Vielleicht ist es ja auch eine Zeiterscheinung, dass das Darstellen von Inhalten schon lange viel wichtiger ist als der Inhalt selbst.
Und vielleicht stehen das eine und das andere in kausalem Zusammenhang.